rieselt schlaf, nieseln pixel zu laub
das mich schichtet, ich träume vom grund
ich weiß das im schlaf, schlafe als laub
es treibt durch geschichte, durch andre
träume, jemand sieht mich auf einem karren
schleift meine hand über fremden grund
zieht eine dunkle spur durchs laub, ich fühl
das im traum löst sie sich auf in helle
pixel, die zu einem fenster sich rendern
aus dem quillt laub, aus schlaf wach ich auf
in einem weißen saal, ein blatt im haar
*
hochebene, kälte, lärchennadeln fallen
durch mich hindurch, mein verregnetes fell
glitzert schwach, als nebel die landschaft
zuzieht vor meinen augen standst du
eben noch ohne alter deine wimpern
eisüberblüht das haar, nacht treibt mich
vor mir her, hütte, tisch, zwei stühle
morgen komm ich wieder, kein rätsel zu lösen
*
dickicht schlug mir durch die brust, mein kopf
eine schwimmblase aus moos, ameisen trieben
mich auf eine lichtung, wo mir das gras hoch
bis zum hals stand, mein erinnern durchwuchs
wasser drang in meinen staunenden mund &
ich musste glauben, was ich lernte vom fluss
aus gesehen bewegt sich das land, mein baum
der erkenntnis blieb als einsamer rufer zurück
Aus »slavkovský les – grenzland II«
