Armin Steigenberger

shriek!

 

eine kurze knappe erschütterung am quai

von fern ein hauch glückseligkeit alte werte

 

fracht im ältlichen hafen möwengeschrei

und etwas quiekt ein scharfes kurzes shriek

 

wie das elektrische zirpen eines nadeldruckers

im gespengelten licht mit blick auf das weiß

 

der schaumkronen über dem hafen

der vereinzelte schrei einer öse aus metall

 

an einem pfosten scheuert eine synkope

 

 

geschlossene welt

 

im fahlen licht ihres smartphonedisplays sah sie

ansatzweise heilig aus nur für kurze zeit

 

eine bleiche madonna mit dünnen blassschwarzen

lippen wie ihr eine bö für sekunden die hängende

 

strähne aus dem gesicht nahm dahinter blauer

himmel in schärfentiefen zerflockt als würde

 

man etwas lieben und es gleichzeitig hassen

 

 

der mond ist halb vollkommen

mein herz schlägt heute nicht

zu buche es verhält sich ruhig

die sonne macht keinen solchen wind

die sterne ranunkeln leise

wir alle entsagen dem nebel end-

gültig und stärken unser letztes

hemd was soll ich dazu noch sagen

kann jemand mal das testbild ausschalten

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