
| Andreas Altmann | Erín Moure |
| mein ich gegenüber |
Theater der Grünen Leira (Mandúa)
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| ich saß mir im zug gegenüber. mein haar war kurz | Kommt schlechtes Wetter |
| und ich jünger. hinter der scheibe schnitt sich | woher solln wirs wissen |
| der wind an den baumnägeln auf. ich war gebannt | Kommt schlechtes Wetter |
| von meinem gesicht, das auch mich so langsam erkannte. | hol alle her |
| doch es wollte mir nicht gefallen. die lippen dünn | |
| und fast in der farbe der haut geschlossen. ich hätte | Ich bin allein mähe Gras vielleicht Getreide |
| mir jetzt dichten schneefall gewünscht. so überlegte ich, | hacke Holz ich bin allein und |
| ein paar worte an mich zu richten. doch ich wusste | spalte Scheite trage sie zum Stapel |
| nicht, was ich antworten sollte. die zeit blieb stehen, | Hol alle her, stell weiße Tische in den Hof |
| wie auch der zug an allen bahnhöfen, die hier eng | die Messer schärfe die Sensen |
| beieinander standen. die augen lagen tief in den höhlen, | die Bücher pack jetzt aus und |
| waren kleiner als ich sie sonst immer sah. die stirn | die Messer der Uhr schärfe auch |
| war genauso gefurcht. ich konnt mich nicht länger | |
| ertragen, stieg aus, obwohl noch gar nicht am ziel, | wo lasen wir all das überhaupt |
| schaute mich um und traf mich mit geöffnetem mund, | mein Herz verrückt vor Schlägen |
| als würde er fragen, bist du ich. gern hätte ich noch |
Vielleicht leg ich mich kurz ins Feld bevor ihr kommt |
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gewusst, ob ich größer bin als ich
sel |
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| sitzen, und vergaß mich dann wieder. an mich. | hol alle her |
| die Fliegen singen hymnisch ihr Summ Summ Ai Ai | |
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woher solln wirs wissen |
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die Uhren mähen mit Nadeln die Namen der Stunden |
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| Aus
dem Englischen von Uljana Wolf |
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