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Gundula
Sell |
Thomas Kunst |
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Herrn Liaos
Reise |
Einmal |
| Gesagt werden muss, |
ERBÄRMLICH IST DER UMGANG MIT DEN WORTEN |
| was gesagt werden muss, | In Poesie und lyriknahen Gremien, |
| ohne jede Spur von Schönheit: | Im Mittelpunkt steht meistens ein Bohemian |
| Was fehlt, jeden Morgen neu fehlt. | Aus Großverlagen, Suhrkamp und Konsorten. |
| Kein Pass und keine lauten Worte, | |
| keine Antwort, kein gedrucktes Zeichen. | Im Peloton die Tempofahrt genießen |
| Nur die Flöte im Gefängnis, | Und nur den Widerstand der Luft verfluchen, |
| ach! die Flöte im Gefängnis – | Im Windschatten des Vordermanns versuchen, |
| weg mit jeder Spur von Schönheit. | Zum Windschatten des Wagens aufzuschließen. |
| Denn wer fehlt, fehlt. | |
| Dem Topf gibt die Leere den Wert. | Bei Ortsdurchquerung, Stürzen und Defekten |
| Dem Töpfer die Gegenwart. | Der Favoriten in der Heimat klaren |
| Widerhallt die Leere von Namen, | Die Fronten auf, Strapazen des Verzichts. |
| Liste ohne Ende, Flüstern an der Schallmauer. | |
| Keine Spur von Antwort. | Die Lutscher hassen Winde und Insekten, |
| Antwort, Antwort! | Verpassen es, die Löcher zuzufahren, |
| Ein Hauptfeld ohne Ausreißer ist nichts. | |
| März 2010 | |